Reisebericht April/Mai 2013

Zu ihrem ersten Einsatz in diesem Jahr flogen die Vorstandsmitglieder Dr. Mehrain und Doris Horn vom 24. April bis 1.Mai nach Kabul.
Wie immer standen viele Termine auf dem Plan.

Schulprojekt

1. Besuch

Bei seinem letzten Aufenthalt im Dezember 2012 hatte Dr. Mehrain die Haji Paik Schule in dem Dorf Shamaly am Stadtrand von Kabul besucht.
Es gab Gespräche mit dem Schulleiter über eine dringend notwendige Sanierung der Schule. ( s. Homepage)
Bedingt durch den sehr kalten und langen Winter gingen die vorgesehenen Arbeiten nur sehr langsam voran. Aber die zerbrochenen Fensterscheiben waren schon eingesetzt und ein Teilbereich des Schulgeländes war aufgeräumt. Auf dem Schulhof standen immer noch die vier Zelte, in denen die oberen Klassen wegen fehlender Klassenräume jeden Nachmittag unterrichtet werden müssen.
An dem Morgen unseres ersten Besuches war auch der Bürgermeister des Dorfes anwesend. Zwischen ihm, dem Rektor, einigen Lehrern und Dr. Mehrain gab es einen regen Gedankenaustausch. Es gab viele Überlegungen, wie die Renovierung der Schule am sinnvollsten umgesetzt werden kann.
So wurde auch über die Gestaltung eines Schulhofes gesprochen, auf dem die Schüler genügend Platz für Ballspiele, Sport und Bewegung haben.
Amyal ist HILFE zur Selbsthilfe ein wichtiges Anliegen. Dies vermittelte Dr. Mehrain den Anwesenden im Gespräch sehr deutlich. Nach 2 Std. trennte man sich in der Absicht, dass beide Seiten zu einem guten Gelingen beitragen.

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Danach ging die Fahrt weiter in die Provinz Parwan. In dem kleinen Dorf Babakhel hatten wir unseren Besuch in der Schule angekündigt. Von den Lehrern und Schülern wurden wir sehr freundlich und lebhaft empfangen. Die Mädchen zogen es vor in den Klassenräumen zu bleiben. Sie waren aber sehr erfreut, als Frau Horn und unserer Begleiterin Frau Bouduin zu ihnen in die Klassen kamen. Auf beiden Seiten gab es viele Fragen, die Dank einer guten Dolmetscherin beantwortet werden konnten.
Auch hier gab es Gespräche über die dringend notwendige Saniernung der Schule. Es wurde besprochen, dass ein Teil der Arbeit in Eigenhilfe geleistet und diese von Amyal finanziell unterstützt werden soll. Kostenvoranschläge für das Material wurden mittlerweile eingeholt. Nach Einsicht und Prüfung der Kostenvoranschläge, kann dann die weitere Abwicklung, wie vereinbart, geleistet werden.

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Ein ganzes Dorf packt mit an

2. Besuch

Nachdem wir am Mittag die Haji Paik Schule verlassen hatten, hatte der Bürgermeister die Männer des Dorfes zu einer Versammlung zusammen gerufen.
Das Ergebnis dieses Treffens hat uns beim Betreten des Schulgeländes und auch schon vorher auf der Straße zur Schule überwältigt.
Nichts war mehr, wie wir es vor 2 Tagen verlassen hatten.
Da, wo gestern noch die Zelte standen, hatte es riesige Erdbewegungen gegeben. Der halbe Berg oberhalb der Zelte war abgetragen, das Schulgelände um einiges größer und es waren auch schon Bäume gepflanzt worden.

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Was war geschehen in den letzten 48 Std.?
Auf der Versammlung hatte der Bürgermeister den Männern verständlich gemacht, wie wichtig Hilfe zur Selbsthilfe für die Schule ist. Einstimmig war beschlossen worden, dass am nächsten Tag ( ein Feiertag) mit der Arbeit begonnen werden sollte. Es wurden 5 LKW + Fahrer und ein Bagger organisiert. Die LKW sind 174 x mit der abgetragene Erde des Berges zu der Strasse gefahren, wo dann die Männer des Dorfes, die Strasse planierten. Gearbeitet wurde an diesem Tag bis Abends um 21:00 Uhr.
Unterhalb des Berges, wo die Zelte gestanden haben, soll nun ein neues Gebäude mit 8 Räumen gebaut werden, damit der Unterricht zukünftig für alle Klassen drinnen stattfinden kann.
Amyal möchte gerne den Anbau unterstützen. Zunächst ist die Erneuerung von 7 Türen und 50 Stühlen vereinbart worden. Die Kosten dafür werden je zur Hälfte von dem Dorf und Amyal getragen.
Auch die Kosten für die 5 LKW und die Fahrer wurden anteilig finanziert. Möglich war das alles, weil die Dorfbewohner auf der Versammlung Geld für das PROJEKT SCHULE gesammelt hatten.
Beim Abschied haben sich alle Beteiligten mehrmals bei Dr. Mehrain bedankt. In seinen Gesprächen konnte er klar zum Ausdruck bringen, dass nur voran gehen kann, wenn ALLE mithelfen.
Sie sagten, ohne den Anstoß, hätten sie es nicht geschafft.
Wir sind sehr zuversichtlich, dass dieses Dorf an seinem Plan festhält, die Schule zu erweitern. Amyal hat seine finanzielle Unterstützung dafür zugesagt.
Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, würden wir uns über eine Spende sehr freuen.

zur Info:
10 Lehrer unterrichten jeden Tag 1.300 Schüler an dieser Schule.
Der Unterricht findet in 3 Schichten statt.

    7:00 – 9:00 Uhr die Klassen 1 – 4
    9:00 – 12:30 Uhr die Klassen 5 – 6
    13:00 – 18:00 Uhr die Klassen 7 – 11

 
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Orthopädie Werkstatt Kabul

Ein Jahr ist es her, dass die Gerätschaften der gespendeten Orthopädischen Werkstatt der AVK Bad Oeynhausen auf den Weg nach Kabul gebracht wurden. ( s. Homepage 2012 )
Seitdem hat sich die Werkstatt unseres Kooperationspartners Wali Nawabi (Empor Afghanistan) ständig weiterentwickelt.

Die komplette Werkstatt aus Bad Oeynhausen machte es möglich, dass Herr Nawabi mit den schon vorhandenen Gerätschaften drei weitere Werkstätten in Kundus , Mazar- e- Sharif und Bamiyan einrichten konnte. Weil es im ganzen Land einen großen Bedarf an prothetischer Versorgung gibt, haben alle Werkstätten einen guten Zulauf. Herr Nawabi und seine Mitarbeiter freuen sich, dass sie den betroffenen Menschen vor Ort helfen können und keiner den weiten Weg nach Kabul machen muß.

Derzeit beschäftigt Herr Nawabi 20 Mitarbeiter und zwei Auszubildende.

Hilfe zur Selbsthilfe hat Amyal hier in Kooperation mit Herrn Nawabi bestmöglichst umgesetzt.

Um die Werkstatt, mit westlichem Standard, bei den Ärzten und Krankenhäusern bekannter zu machen unterbreitete Dr.Mehrain Herrn Nawabi die Idee eine Vernissage auszurichten.
Er und seine Mitarbeiter hatten sich sehr viel Mühe gegeben und es kamen ca. 40 geladene Gäste. Dr. Mehrain, Frau Horn und ihre Begleiterin Frau Bouduin waren ebenfalls anwesend.
Er führte die Besucher durch die Werkstatt und gab einen Überblick über seinen Werdegang.
Es gab Vorträge von einheimischen Ärzten und dem Wirtschaftsminister der sich auch unter den Gästen befand. Er war sehr beeindruckt von dem Projekt.
In seiner Ansprache lobte er die Unterstützung durch Amyal und die Arbeit von Wali Nawabi (Empor Afghanistan).
Das afghanische Fernsehen war auch anwesend und am Abend wurde sehr informativer Bericht ausgestrahlt.
Ein gutes Essen rundete am späten Nachmittag das Treffen ab. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung.

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Während der Zeit in Kabul, haben wir unser Büro – u. Untersuchungszimmer renoviert und eingerichtet.
Die Räumlichkeiten befinden sich im Gebäude der Orthopädischen Werkstatt.

Büro - und Untersuchungszimmer

Büro – und Untersuchungszimmer

Wir freuen uns, dass unsere Werkstatt bei Herrn Nawabi und seinen angagierten Mitarbeitern einen so guten Platz gefunden hat.
Damit wird vielen betroffenen Menschen der Zugang zur protehtischen Versorgung ermöglicht.

An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzlicher Dank, an ALLE die dieses Projekt unterstützt haben. Alleine hätten wir es nicht geschafft.

 
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